Erfahrungsbericht Bruno und Attila

atti nase

Attila: Im Herbst 2008 sah ich den Aufruf in einem Forum, dass ein Pate für einen armen, aber nicht ganz einfachen Rottweilerrüden gesucht wird. Er bräuchte dringend Bewegung, da gerade hüftoperiert und das war im WTV-Vösendorf nicht möglich. Laut  TH war er eine Privatabgabe, der ca 1j. ins TH kam.
Ca 3 Wochen später hab ich ihn das erste Mal besucht und ich hab auch gleich die Patenschaft für ihn übernommen. Zu der Zeit war ich gerade arbeitslos und so hatte ich, neben meiner 2 eigenen  Hunde und auch 2 Kinder genügend Zeit um den Hund 4x in der Woche rauszuholen. Es hieß zwar, dass er unverträglich sei, aber nach kurzer Zeit habe ich festgestellt, dass er andere Hunde liebt, meine Kinder und Katzen nicht  frisst  und so durfte er am 21.01.2009 bei mir einziehen.wutzel
Wir haben dann tolle 2 Jahre miteinander gehabt. Er hat nach nicht mal 4 Monaten bei mir die BGH1mit einem vorzüglich bestanden und war bei allen beliebt.
Er war der erste meiner mittlerweile 8 Hunden, mit dem ich in eine Hundezone gefahren bin.
Leider hat  er dann nach 2 Jahren wieder zu lahmen begonnen und das künstliche Hüftgelenk musste wieder entfernt werden. Danach begann ein 2jähriger Leidensweg, der dann am 03.04.2013  geendet hat. Er war ein allseits beliebter Hund, immer gutgelaunt, obwohl er teilweise sehr starke Schmerzen gehabt haben musste.

Bruno:
Einen  Tag nach Attilas Tod fuhr ich wieder ins  TH-Vösendorf um  mir einen neuen Rottweilerrüden auszusuchen.
Einziges Kriterium: keine Hüftschäden. Sie haben mir ein paar zur Auswahl gegeben, aber irgendwie hatte ich nicht den Eindruck, dass sie mir wirklich einen vermitteln wollten. Nachdem  Attila die letzten 2 Jahre schwer krank war hab ich im Internet  die Rottweilerzugänge –Abgänge beobachtet und wusste, dass Bruno auch noch da sein müsste. bruno6Also hab ich nach ihm gefragt und er wurde mir dann auch gezeigt – mit dem Hinweis, dass er nicht ganz einfach sei und seine Pfleger gerne  anknabbert. Egal, ich hab den Patenvertragt am selben Tag unterschrieben und am nächsten Tag den Hund gezeigt.
Die ersten 2 Wochen waren etwas mühsam, da ich nicht allein mit dem  Hund raus durfte, sondern nur mit den Pflegern, bis ich das ok von der Patin bekäme. Ich kam mir manchmal etwas fehl am Platz vor und musste oft sehr lange auf die Pfleger und meinen Hund warten.
Nach 3 Wochen lernte  ich die Patin kennen, war mit ihr und dem Hund draußen und das nächste Wochenende war der Hund schon  zu uns beim  Probewohnen. Leider mussten wir den Hund am  Sonntag wieder retour bringen und der  Abholtermin wurde unter größten Mühen und auch nur mit Intervention der Patin, für den nächsten Freitag  vereinbart. Ich musste bei diesem Hund auch unterschreiben, dass ich unterrichtet worden bin, dass er nicht ganz ungefährlich ist und sich ganz gern an Waden und Leinen zu schaffen macht. Laut TH wurde er ca 1j, ausgesetzt an einen Baum gebunden auf der Donauinsel gefunden.
Bis zu diesem Hund war  ich überzeugt, quasi in Hundeprofi zu sein. Das ist der erste Hund, bei dem ich mir wirklich das erste ¾ Jahr gedacht habe, warum tu ich mir das an. Er ist zwar ein Rottweiler, aber mit dem Nervenkostüm eines Malinois.Verkauf Enea 010
Das ist der erste Hund, der wirklich diskutieren wollte. Ich steige nicht ins Auto wann du möchtest und überhaupt befolge ich keine Befehle sondern knurr dich  an. Ohne Beißkorb zu gehen war fast unmöglich, da er sich in der Leine verbiss und das ganze unter tiefem Grollen ganz großartig fand. Besonders lustig war auch das Spiel, ich nehme Anlauf und attackiere dich, beiß dir in Hände und Waden bis das Blut fließt.
Nach dem Sommer hab ich dann beschlossen, mit Bruno eine ganz normale Hundeschule zu besuchen und mit ihm zu „arbeiten“.  Seitdem bessert sich sein Verhalten wirklich von Monat zu Monat. Jetzt nach 1 ½ Jahren kann ich sagen, der Hund ist angekommen und wirklich  schön langsam gechillt.
Fremde wird er niemals wirklich mögen, andere Hunde werden ignoriert  und alles ist gut, wenn er von denen in Ruhe gelassen wird.

Vielen Dank an Claudia für den Bericht und die Bereitstellung der Fotos!

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