Erfahrungsbericht Maja und Stacy

13037669124_1dc13e177aWie bin ich auf den Hund gekommen?
Eigentlich habe ich mir schon mein Leben lang einen Hund gewünscht. Als Kind durfte ich leider nicht, als Erwachsene traute ich mich erst nicht. Aber irgendwann war dann der Mut da.
Und ja, ich brauchte Mut. Ich hatte auf eine gewisse Art tatsächlich Angst, Angst vor der Verantwortung, davor, jemanden in mein Leben zu lassen, von dem ich noch nicht wusste, was er damit machen würde, wie stark ein Hund mein Leben verändern würde.
Dass der Hund aus dem Tierheim kommen würde, war irgendwie nie eine Frage. Natürlich, woher denn sonst. Warum einen Rassehund vom Züchter, wenn es doch so viele Hunde gibt, die nur auf ein neues Zuhause warten? Auch alle Katzen, die wir vorher schon hatten, waren irgendwie aus dem Tierschutz. Und dass meine beste Freundin und mein Freund im Tierschutz engagiert sind, tat sein übriges dazu.13037396535_ed7e46f71b
Und so wuchs und reifte die Idee, bis da diese Hündin war, die dringend ein neues Zuhause suchte, weil sie schon zweimal im Tierheim gelandet war und jetzt wirklich einen Platz für immer bekommen sollte, bevor ihr toller Charakter auf der Strecke bleibt.
Ihr „Problem“ war, dass sie eher klein und sehr süß ist, jedoch laut Abgabe nach einem Kind geschnappt haben sollte und nicht alleine bleiben kann. Auf Grund ihres Aussehens und ihrer Art, direkt auf jeden zuzugehen und keine Angst zu kennen, interessierten sich aber überwiegend Familien mit Kindern für sie, die meinten, ein klein wenig spazieren gehen reiche doch. Ein Risiko, dass auf Grund der Abgabe aber von einem Tierheim nicht sinnvoll eingegangen werden konnte. Und auch auf der Pflegestelle hatte sie schon gezeigt, dass sie mehr Beschäftigung will, als „nur“ spazieren gehen.

Wir haben Maja dann über mehrere Spaziergänge und Probetage bei uns zuhause kennen gelernt. Und heute kann ich mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Ich war zum Glück durch meine Freundin gut vorbereitet und hatte in ihr in der Anfangszeit auch eine kompetente Ansprechpartnerin. Aber wirklich vorbereitet auf das Leben mit einem Hund war ich nicht. Ich hatte keine Ahnung, wie schön es ist.
Ich hatte Angst, dass sie mein Leben auf den Kopf stellt. Und heute bin ich froh, dass sie genau das getan hat. Sie hat meine Sicht auf das Leben verändert.
Eigentlich stand dann auch zie13938697424_5dbb86ae40mlich bald fest, dass ich keinen Einzelhund halten möchte.
Und dann wurde eine kleine hochträchtige Hündin im Tierheim in der Fundbox ausgesetzt. Und es passierte das, was eigentlich nie ein guter Ratgeber bei der Auswahl eines Hundes ist, ich sah ein Bild von ihr und verliebte mich in sie. Selbst auf dem ersten Bild mir ihr und ihren Welpen hatte ich nur Augen für sie. Und auch, wenn ich schon wieder Bedenken hatte, wollte ich sie dann kennen lernen.
Sie ist das krasse Gegenteil von Maja, eher zurückhaltend, anfangs ängstlich. Bei dem ersten Besuch auf ihrer Pflegestelle durfte ich sie zum Beispiel nicht mal direkt anschauen.
Aber sie war in meinem Herzen gelandet. Wir stellen also Stacy und Maja einander vor und es funktionierte von Anfang an sehr gut. Nachdem die Welpen alt genug waren zog sie dann also bei uns ein. Und ich bereue auch diese Entscheidung bis heute keinen Tag.13037416495_ba2e3c1629

Und meine beiden Mädels sind wie Yin und Yang, gegenteilig, aber doch zusammen gehörend. Beide lernen voneinander und ich von ihnen.
Ach ja, und Maja versteht sich prima mit meinen Neffen und blieb und bleibt von Anfang an auch alleine, ohne die Wohnung zu zerlegen.
Und Stacy ist vernarrt in meinen kleinsten Neffen, findet meinen Vater aber immer noch gruselig.
Wir wachsen zusammen, jeden Tag ein Stück mehr.

Vielen Dank an Sandra für den Bericht und die Bereitstellung der Fotos!

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